Renten: Ein Verlust von 37.498 Euro in 14 Jahren
Ebner: „Die Renten sind kein Geldautomat für den Staat“
„Die Kürzungen bei der Rentenanpassung sind keine abstrakten Zahlen, sie belasten jeden Monat die Haushalte der Rentnerinnen und Rentner.“ Dies erklärt der Sekretär der Rentnergewerkschaft der AGB/CGIL, Alfred Ebner, in einer Mitteilung und führt dabei ein konkretes Beispiel an: Wer heute eine Bruttorente von 2.826 Euro pro Monat bezieht, hat zwischen 2012 und 2025 ganze 37.498 Euro brutto verloren.
Einer Studie zufolge hat der Staat in den letzten 30 Jahren insgesamt über 100 Milliarden bei den Renten eingespart. „Wir sprechen hier nicht von ‚goldenen Renten‘, sondern von Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben. Dieses Geld ist für immer verloren. Es wird nie wieder zurückgewonnen werden, denn jede unterlassene Anpassung an die Inflation verringert auch die Grundlage, auf der die Erhöhungen der folgenden Jahre berechnet werden“, fährt Ebner fort und betont, dass sich die Situation in der Provinz Bozen aufgrund einer Inflationsrate, die im Zeitraum 2012-2025 etwa zehn Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt liegt, noch weiter verschärft.
Mit Blick auf das kommende Haushaltsgesetz äußert die Gewerkschaft große Besorgnis über angebliche Pläne hinsichtlich der anstehenden Rentenanpassung. „Die hohen Lebenshaltungskosten – von den Stromrechnungen über die Lebensmittelausgaben bis hin zu den Gesundheitskosten – treffen Rentner besonders hart. Und bei gleichem Einkommen zahlen Rentner bereits mehr Steuern als Erwerbstätige“, so der Sekretär weiter.
Der LGR/SPI fordert daher eine vollständige und stabile Anpassung an die Inflation mit klaren und langfristig garantierten Regeln sowie konkrete Maßnahmen zum Schutz der Kaufkraft der Renten. „Wir haben es satt, die Renten als eine Art Geldautomat für den Staat zu betrachten. Die Anpassung muss wieder zu einer Garantie werden, nicht zu einer Unbekannten“, schließt Ebner in einer Mitteilung.
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