GKW/SLC besorgt um die peripheren Postämter
Tägliche Öffnung und Zustelldienst gefährdet

Postämter in der Peripherie, die nur noch an einem Tag pro Woche geöffnet sind, und die Zustellung der Post an alternierenden Tagen: Das befürchtet die Fachgewerkschaft GKW/SLC AGB/CGIL nach den Ankündigungen aus Rom. Im Vorfeld der künftigen Neuklassifizierungen der Postämter in Südtirol, die auf nationaler Ebene beschlossen wurden, werden zahlreiche Postämter herabgestuft.

Wie die Gewerkschaft der Postbediensteten GKW/SLC hervorhebt, führt diese Herabstufung automatisch zu einer Reduzierung des Personals, da für ein Postamt nur noch ein einziger Mitarbeiter ausreicht – das sogenannte Amt der Stufe C. Zudem werden die Türen für eine drastische Verkürzung der wöchentlichen Öffnungszeiten geöffnet: Ein Amt der Stufe C könnte auch nur an einem einzigen Tag pro Woche geöffnet bleiben. Nach Schätzungen handelt es sich um über 100 Ämter.

Die Gewerkschaft befürchtet, dass ähnliche Reduzierungen auch Ämter mittlerer Größe mit hohem Kundenaufkommen und in manchen Fällen sogar Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern betreffen könnten.
Im Bereich der Zustellung besteht hingegen das konkrete Risiko einer Zustellung der Korrespondenz ausschließlich an alternierenden Tagen, also einen Tag ja und einen Tag nein, wie es bereits in Trentino der Fall ist, wo keine Vereinbarung mit der Provinz in Kraft ist.

Die GKW/SLC fordert daher sofortige Klarheit über die Neuklassifizierungen sowie konkrete Garantien zum Schutz des öffentlichen Dienstes, der Personalstände und der Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Was den Zweisprachigkeitsnachweis betrifft, erinnert die GKW/SLC an das, was im Gesundheitswesen geschehen ist, und befürchtet eine ähnliche Situation auch bei Poste Italiane. Es wird geschätzt, dass derzeit nur etwa 50 % der Beschäftigten im Besitz eines lokal ausgestellten Zweisprachigkeitsnachweises sind.