Aluminium Bozen: MAV/FIOM fordert Transparenz und einen sofortigen Verhandlungstisch
„Wir sind bereit zu mobilisieren, wenn unsere Forderungen nicht gehört werden“


„Wir sind bereit zu mobilisieren. Wenn die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht gehört werden und die Gewerkschaft nicht in den Verhandlungstisch zur Zukunft von Aluminium Bozen eingebunden wird, werden wir vor dem Landhaus protestieren und dabei die gesamte Industriezone von Bozen einbeziehen.“ Dies erklärten der Landessekretär der Fachgewerkschaft MAV/FIOM AGB/CGIL Marco Bernardoni, und der Gewerkschaftsvertreter Samir Zine Sekali in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Die Unsicherheit über die Zukunft des Betriebs und über die Konzession der Grundstücke, die größtenteils im Eigentum des Landes Südtirol stehen, sorgt bei den rund 200 Beschäftigten, darunter etwa 50 Mitarbeitende von Fremdfirmen, für große Besorgnis. Sie verlangen Klarheit und Transparenz.
Sekali erinnert daran, dass es sich um ein gesundes und strategisch wichtiges Unternehmen handelt, das in einem florierenden Markt tätig ist und über eine gute Auftragslage verfügt. „Das Unternehmen“, so der Gewerkschaftsvertreter des AGB/CGIL, „zeigt mit bedeutenden Investitionen, dass es an den Standort glaubt. Dazu gehören 5 bis 6 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Gießerei nach dem Unfall sowie weitere Investitionen in neue Technologien in den übrigen Produktionsbereichen. Der Verlust eines solchen Unternehmens wäre ein schwerer Schaden für das Gebiet, insbesondere in einer Zeit, in der sich die Stahlindustrie auf nationaler Ebene in einer Krise befindet.“
Die MAV/FIOM des AGB/CGIL, die stärkste Kraft innerhalb der betrieblichen EGV/RSU, stellt klar, dass der Fall Aluminium Bozen und jener der Stahlwerke Valbruna in keinem direkten Zusammenhang stehen. Dennoch müsse die Erfahrung mit den Stahlwerken als Lehre dienen, damit sich dieselben Fehler nicht wiederholen.
Landessekretär Bernardoni betont, dass diesmal genügend Zeit vorhanden sei, um rechtzeitig zu handeln. Deshalb fordert die Gewerkschaft, von Beginn an am Verhandlungstisch vertreten zu sein.
Bernardoni appelliert daher an die lokalen Institutionen und an die Landesregierung, die bürokratischen Verfahren zu beschleunigen, um die Produktions- und Beschäftigungssicherheit zu gewährleisten.
„Als Gewerkschaft werden wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, rasch zu einer tragfähigen und nachhaltigen Lösung zu gelangen, die die Arbeitsplätze, die industrielle Kontinuität sowie die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer umfassend schützt“, so der Landessekretär der Fachgewerkschaft MAV/FIOM abschließend.