Sparkasse- und Civibank-Filialen: Reinigungsdienst halbiert

Die Fachgewerkschaften Handel und Dienstleistungen von AGB/CGIL (FILCAMS/LHFD) und SGBCISL (Fisascat) prangern die starke Kürzung des Reinigungsdienstes ab dem 1. Juli in den 57 Filialen von Sparkasse und Civibank an, die in der Provinz Bozen rund vierzig Beschäftigte betrifft.

„Die massive Kürzung der wöchentlichen Arbeitsstunden um 40% – schreiben die Gewerkschaften – wird erhebliche Auswirkungen auf die Reinigungskräfte haben. Eine Entscheidung, die das Beschäftigungsniveau und das Einkommen von Familien trifft, die bereits stark unter der aktuellen Inflation leiden – ein Problem, das lokal besonders spürbar ist. In einer Branche, in der Unternehmen über Personalmangel klagen, besteht die Gefahr, dass es zu einem weiteren Abwandern einer bereits durch unhaltbare Bedingungen erschöpften Belegschaft kommt.“

Wie die Gewerkschafter Luigi Liguori (FILCAMS/LHFD) und Daniele Fassari (Fisascat SGBCISL) erklären, handelt es sich um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die auf eigene Kosten viele Kilometer zurücklegen müssen, um eine oder sogar nur eine halbe Stunde Arbeit zu leisten: „Bevor man über Arbeitskräftemangel klagt, sollte man sich fragen, was die eigentlichen Ursachen sind, die Hunderte von Beschäftigten dazu gebracht haben, aus den Reinigungsdiensten abzuwandern. Wenn die Arbeitsbedingungen ausschließlich von der Marktlogik diktiert werden, wird die Arbeit untragbar“.

Laut Liguori und Fassari schadet die Kürzung der Reinigungsstunden in den Bankfilialen nicht nur den Beschäftigten, sondern beeinträchtigt auch die Servicequalität: Die Reinigung würde von fünf auf drei Einsätze pro Woche reduziert – bei durchgehend hoher Kundenfrequenz.

Von FILCAMS/LHFD und Fisascat SGBCISL darauf hingewiesen, erklärte die Sparkasse, dass die Reduzierung des Reinigungsdienstes eine unternehmerische Entscheidung sei, die „auf die Optimierung der Facility-Management-Dienstleistungen abzielt“ und mit einer geringeren Nutzung der Räumlichkeiten durch Personal und Kunden zusammenhänge.

Unabhängig von den Gründen für diese Entscheidung bleiben die Auswirkungen auf Dutzende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestehen, die durch geeignete Maßnahmen gemildert werden könnten. Daher fordern FILCAMS/LHFD und Fisascat SGBCISL die Aussetzung der Kürzung sowie die sofortige Aufnahme von Gesprächen mit dem Auftraggeber und dem ausführenden Unternehmen, um Lösungen zum Schutz der Beschäftigungsbedingungen zu finden und die berufliche Würde der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewährleisten.