Symposium „Künstliche Intelligenz und Altern: Chancen, ethische Herausforderungen und gesellschaftliche Veränderungen"
„Künstliche Intelligenz darf nicht gefürchtet, sondern muss kontrolliert und gesteuert werden": Das war die zentrale Botschaft des Symposiums, das in Brixen von den lokalen Rentnergewerkschaften gemeinsam mit den Gewerkschaften des Alpenraums – Arge Alp Senioren – veranstaltet wurde.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die tiefgreifenden Veränderungen, die die technologische Revolution in den Alltag bringt – mit besonderem Augenmerk auf ältere Menschen, die zunehmend von der digitalen Ausgrenzung bedroht sind. Universitätsprofessoren und Forscher analysierten Chancen und Risiken dieses Wandels und betonten die Notwendigkeit, den Menschen – und nicht die Technologie – in den Mittelpunkt der Innovationsprozesse zu stellen, sei es in der Arbeitswelt, bei den sozialen Rechten oder im Umgang mit der öffentlichen Verwaltung.
Ein konkretes Beispiel betrifft Rentnerinnen und Rentner, die bereits heute Schwierigkeiten haben, mit dem INPS und anderen öffentlichen Einrichtungen zu kommunizieren, deren Dienste mittlerweile fast ausschließlich online angeboten werden. Eine Situation, die zum Verlust von Rechten und zu erschwertem Zugang zu Informationen führen kann. In diesem Zusammenhang kommt den Sozialpartnern eine Schlüsselrolle zu: Die Gewerkschaften sind aufgerufen, aktiv in Entscheidungsprozesse einzugreifen, die Umverteilung von Produktivität und Wohlstand zu sichern und dafür zu sorgen, dass künstliche Intelligenz wirklich im Dienst der Menschen, ihrer Bedürfnisse und ihrer Traditionen steht.
Die Herausforderung muss daher im Interesse der gesamten Gemeinschaft angenommen und gesteuert werden – damit nicht wenige Mächtige oder große Technologiekonzerne sie für eigene Spekulationen ausnutzen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist die Integration neuer Technologien in den Alltag älterer Menschen keine Option, sondern eine Priorität. Und es ist Aufgabe der Politik, digitale Bildung als Instrument für Autonomie, Sicherheit und Würde aller zu fördern.



