Die Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes von Cgil/Agb, SgbCisl und Uil/Sgk: „Die Arbeit der Erzieherinnen in den Kindertagesstätten muss endlich anerkannt werden“

Die Fachgewerkschaften der öffentlichen Dienste von Cgil/Agb, SgbCisl und Uil/Sgk möchten die Erzieherinnen im Kleinkindbereich in ihrer Forderung nach mehr Wertschätzung und Anerkennung unterstützen – sowohl auf beruflicher als auch auf wirtschaftlicher Ebene.

In den vergangenen Tagen fand eine Gewerkschaftsversammlung statt, an der zahlreiche Erzieherinnen teilgenommen haben. Aus der Versammlung ging der Wunsch der Mitarbeiterinnen hervor, einen Brief an das Land zu richten, um die Bedeutung ihrer Arbeit deutlich zu machen. Der von allen Erzieherinnen des Betriebs für Sozialdienste Bozen (BSB) unterzeichnete Brief wurde (heute) an Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrätin Rosmarie Pamer sowie an die Stadtgemeinde Bozen übermittelt.
Die Bildungsarbeit im Altersbereich von 0 bis 3 Jahren gehört zu den sensibelsten und strategisch wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Die Erzieherinnen leisten weit mehr als reine Betreuung: Sie gestalten Bildungsprozesse, beobachten, planen und begleiten Kinder in einer entscheidenden Phase ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung.

Der Sektor leidet weiterhin unter schwerwiegenden Problemen, insbesondere unter chronischem Personalmangel, belastenden Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt unter mangelnder finanzieller Anerkennung. Notwendig sind spezifische Schutzmaßnahmen im Hinblick auf die psychophysische Belastung des Berufs sowie konkrete Wege zur beruflichen und finanziellen Aufwertung.

Die Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes von Cgil/Agb, SgbCisl und Uil/Sgk fordern daher von der Landesregierung und der Stadtgemeinde Bozen ein sofortiges und konkretes Eingreifen durch strukturelle Investitionen in das Personal, mehr Einstellungen und echte Gehaltserhöhungen, damit der gesellschaftliche und pädagogische Wert der frühkindlichen Bildungsdienste endlich anerkannt wird.

Würdige Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen bedeuten gleichzeitig Bildungsqualität für Kinder und Familien. Diese Situation weiter zu ignorieren, würde hingegen einen grundlegenden Bereich für die Zukunft unserer Gesellschaft schwächen. Die Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes von Cgil/Agb, SgbCisl und Uil/Sgk fordern deshalb die rasche Aufnahme eines ernsthaften Dialogs mit den Institutionen, um konkrete Antworten für die Mitarbeiterinnen der Kinderhorte zu finden und den zunehmenden Verlust von Fachkräften im Sektor zu stoppen.