Krankenhaus Bozen: 21 Beschäftigte von Subunternehmer von Entlassung bedroht

Ungewissheit über die Zukunft des Anlagenwartungsdienstes: Ab dem 1. Juni drohen Arbeitsplatzverluste ohne alternative Lösungen.

Große Sorge bereitet das Schicksal von 21 Arbeitnehmern, die seit Jahren im Krankenhaus von Bozen beschäftigt sind und für die Wartung der Wasser-, Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen zuständig sind. Da der aktuelle Vertrag am 31. Mai ausläuft, droht ihnen konkret der Verlust ihres Arbeitsplatzes, ohne dass bisher eine neue Ausschreibung oder eine Vergabe des Dienstes angekündigt wurde. Die Beschwerde kommt von der Gewerkschaft Filcams des AGB/CGIL.

„Die Arbeitnehmer sind äußerst besorgt, sie sind seit vielen Jahren in der Krankenhauseinrichtung tätig und erfüllen eine wesentliche und hochspezialisierte Aufgabe. Es handelt sich nicht um gewöhnliche Arbeiten, sondern um die Verwaltung und Wartung komplexer und lebenswichtiger Systeme: Brandschutzanlagen, Aufzüge, Belüftung der Operationssäle, Klimatisierung, Dampfleitungen und die Verwaltung des rund um die Uhr besetzten Kontrollraums. Ihr Beitrag war auch während der Covid-19-Krise von grundlegender Bedeutung, da sie den ununterbrochenen Betrieb von entscheidenden Abteilungen wie Operationssälen, Intensivstationen und Triage-Bereichen sicherstellten“, erklärt Luigi Liguori von der Filcams.

Wie der Gewerkschafter hervorhebt, scheint der Dienst, der seit Jahren an Subunternehmer vergeben wird, keine Perspektiven zu bieten, was junge Arbeitnehmer mit gerade erst aufgenommenen Hypotheken in Schwierigkeiten bringt, aber auch Menschen, die aufgrund ihres Alters Gefahr laufen, sich nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Die Unsicherheit zeigt bereits konkrete Auswirkungen: Einige Arbeitnehmer haben gekündigt, andere erwägen aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten, die Region zu verlassen. Besonders kritisch erscheint der Zeitpunkt: Der Monat Juni stellt nämlich eine Zeit mit höchster Auslastung für die Wartungsarbeiten dar, mit einem hohen Maß an Einsätzen und Verantwortung. Zudem reicht das interne Personal des Krankenhauses zahlenmäßig nicht aus, um die hohe Anzahl an täglichen Einsätzen abzudecken oder den Betriebsfortbestand zu gewährleisten.

Es bleibt daher eine entscheidende Frage offen: Wie soll die Kontinuität eines Dienstes gewährleistet werden, der für den Betrieb des Krankenhauses und die Sicherheit der Patienten so strategisch wichtig ist? Der Fall des Krankenhauses San Maurizio ist bezeichnend für eine strukturelle Schwachstelle des Vergabesystems: „Situationen wie diese werfen daher eine weitere, umfassendere Frage auf. Wenn eine Dienstleistung kontinuierlich und strategisch wichtig ist, macht es dann noch Sinn, sie mit Instrumenten zu verwalten, die zu Beschäftigungslücken führen? Oder ist es notwendig, das System zu überdenken und dabei die Menschen, den Schutz der Arbeitsplätze und die Qualität des öffentlichen Dienstes in den Mittelpunkt zu stellen?“, fragt sich Liguori.