Kinderbetreuer*innen der öffentlichen Kinderhorte in Leifers. Markus Cappello von der Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im Agb/Cgil fordert Neueinstellungen bereits ab Mai
„Die fünf Kinderbetreuer*innen sollen bereits ab dem 1. Mai eingestellt werden, da derzeit geeignete Kandidatinnen in den Ranglisten für Vollzeitstellen mit unbefristetem Vertrag vorhanden sind.“ Das ist der Lösungsvorschlag von Markus Cappello von der Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im Agb/Cgil.
Der Gewerkschafter bewertet es positiv, dass die Gemeinde Leifers die Einstellung von fünf neuen Kinderbertreuer*innen innerhalb 2026 angekündigt hat, weist jedoch darauf hin, dass diese Ressourcen so schnell wie möglich benötigt werden. Üblicherweise verschärft sich die Situation nämlich im Sommer noch zusätzlich aufgrund von Urlauben, Elternzeiten und anderen Abwesenheiten. Cappello war beim Treffen anwesend, das (heute, Dienstag, 10. März), zwischen den Kinderbetreuer*innen und dem Bürgermeister von Leifers, Giovanni Seppi, stattgefunden hat. Während des Treffens haben die Kinderbetreuer*innen der Stadtregierung offiziell ein unterzeichnetes Schreiben übergeben, in dem sie erklären, dass sie der Gemeindeverwaltung bereits vier Monate Zeit eingeräumt haben (von Januar bis April 2026), um sich zu organisieren und, auch gemeinsam mit dem Land, eine nachhaltige Lösung zu finden.
Seit Januar dieses Jahres ist die wöchentliche Arbeitszeit der Kinderbetreuer*innen nämlich von 38 auf 36 Stunden reduziert worden. Trotz dieser Verringerung ist der Dienst der öffentlichen Kinderhorte der Gemeinde Leifers unverändert geblieben. Derzeit wird der Dienst dank der Bereitschaft des pädagogischen Personals aufrechterhalten, Überstunden, Mehrarbeit und sogenannte Zusatzdienste zu leisten. Diese Bereitschaft wird mit dem heute offiziell übergebenen Schreiben ab 1. Mai zurückgezogen.
Die Kinderbetreuer*innen und die Gewerkschaft sind sich der grundlegenden Bedeutung bewusst, die die Kinderhorte für die Familien haben. Um auch mittel- und langfristig einen qualitativ hochwertigen Dienst zu gewährleisten, betonen sie die Notwendigkeit, dass das Personal die vom Arbeitsvertrag vorgesehenen Arbeitszeiten einhalten kann, ohne strukturell zu zusätzlichen Arbeitsleistungen gezwungen zu sein.
Laut Cappello würden Neueinstellungen ab Mai mögliche Öffnungszeitenreduzierungen vermeiden, die andernfalls fast unausweichlich sind.
Gewerkschaften und Gemeinde sind nach dem einstündigen Treffen so verblieben, dass die Treffen weitergeführt werden, um über die weitere Entwicklung zeitnah informiert zu bleiben.



