„Nein zur Remigrations-Propaganda“

Die Gewerkschaftsbünde AGB/CGIL, SGBCISL, UIL-SGK und ASGB bekräftigen ihre klare Ablehnung des Volksbegehrens „Remigration und Rückeroberung”.

„Wir verurteilen sowohl die Inhalte als auch die verwendete Sprache.“ Südtirol baut seit vielen Jahren auf das Zusammenleben verschiedener Sprachgruppen und Kulturen. Unsere Autonomie bedeutet einen ständigen Einsatz gegen den Konflikt als Problemlösungsstrategie. Sprachstile und Maßnahmen zu übernehmen, die innere Feinde, „ethnische“ Rangordnungen, soziale Vorurteile und abgestufte Rechte schaffen, gefährdet den Zusammenhalt, welcher Arbeitsplätze, Dienste, Gemeinschaften und den sozialen Frieden sichert. Dieser Standpunkt wird von den Gewerkschaften klar und entschlossen vertreten.

Die Initiative ist reine politische Propaganda, die versucht, Ängste und Verunsicherungen für sich auszunutzen und Maßnahmen vorzuschlagen, die verfassungswidrig sind und gegen die Menschenrechte verstoßen. Dabei werden Begriffe und Konzepte aufgegriffen, die man aus anderen europäischen Ländern und den USA bereits kennt.

Dieser Propaganda soll nun mit einer Kundgebung auf den Straßen Bozens Nachdruck verliehen werden. Dies erinnert stark an andere Aufmärsche, die wir nie wieder erleben möchten.

Wir haben es nicht mit einem neutralen oder „technischen“ Gesetzesvorschlag zu tun, sondern mit einer Initiative von Gruppen aus dem neofaschistischen Lager, die eine Ideologie der Ausgrenzung und eine hierarchische Vision der Gesellschaft vertreten, welche die Gewerkschaftsbewegung unmissverständlich ablehnt, weil sie den Grundwerten der Gewerkschaften entgegensteht: Gleichheit, Solidarität, Würde der Arbeit, gleiche Rechte für alle.

 

Für die Landessekretariate:
Cristina Masera CGIL/AGB
Tony Tschenett ASGB
Donatella Califano SGBCISL
Mauro Baldessari UIL-SGK