Frauentag. Der AGB/CGIL bringt am 6. März im Theater von Gries „Lidia Pöet” auf die Bühne

Anlässlich des Internationalen Frauentags veranstaltet der AGB/CGIL am Freitag, 6. März, um 20.30 Uhr im Stadttheater von Gries die Theaterlesung „Lidia Pöet. Die erste Anwältin Italiens” von Barbara Fingerle. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist nicht erforderlich.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschloss die junge Turinerin Lidia Poët, ihr Leben einem Beruf zu widmen, der bis dahin Männern vorbehalten war. Sie war nicht nur die erste Anwältin Italiens: Als Pionierin der Frauenemanzipation gehörte sie zu den Begründern des modernen Strafvollzugsrechts und zu den Befürwortern des allgemeinen Wahlrechts. Ihre Geschichte rehabilitiert das Recht auf Arbeit und berufliche Selbstverwirklichung in einer Zeit, in der Frauen noch an den Herd gebunden waren und Karriere und Macht den Männern vorbehalten waren. Ihr Kampf war lang und mühsam. 140 Jahre nach ihrer Ernennung und dem Ereignis, das sie zu einem Symbol für Beharrlichkeit und Emanzipation machte, lehrt uns Poëts Leben, wie wichtig es ist, für seine Sache zu kämpfen, und dass wahre Gerechtigkeit weit über eine geschriebene Norm hinausgeht.

„Diese Geschichte von Mut und Beharrlichkeit“, erklärt die Schauspielerin Fingerle, „hat uns so fasziniert, dass wir ein Theaterstück daraus machen wollten, um zu vertiefen und zu verstehen, was es in jenen Jahren bedeutete, sich gegen Vorurteile, Machismo und Patriarchat zu wehren. Die Worte werden von Musik und Gesang begleitet, fast wie in einem Dialog, und an einigen Stellen im Einklang.“

Text von Barbara Fingerle, Schauspielerin Barbara Fingerle, Stimme Nancy Travaglini, Keyboards Matteo Bozzo, Lichttechniker Claudio Ansaloni. Dauer: ca. 50 Minuten.